Wichtige HinweiseNach Angaben des Gesundheitsministeriums erkranken in Thailand (48.000 2007) Personen an Dengue Fieber erkrankt – 47 Menschen starben. Viele Fälle werden in den zentralen Landesteilen so wie im Nordosten, Osten (Trat) und Süden des Landes (Pattani, Yala) beobachtet. Auch einige deutsche Reisende erkrankten an Dengue Fieber nach ihrem Thailandaufenthalt in diesem Jahr. Dengue Fieber wird durch Mücken übertragen. Die Überträgermücke ist tag- und nachtaktiv. Daher sollten nicht nur während der Nacht sondern auch untertags unbedingt gute Mückenschutzmaßnahmen eingehalten werden.
Aktuellen Untersuchungen zufolge ist die Malariasituation im Süden und Nordosten Thailands stark vertreten. Nach Aussage örtlicher Gesundheitsexperten (Thai Health Promotion Foundation) stellen vor allem aktuelle Ausbrüche der Infektionskrankheit in den südlichen Regionen ein wachsendes Problem dar. Alleine im Jahr (2007) erkrankten in den südlichen Provinzen über 3000 Menschen an einer Malaria. Ein erhöhtes Malariarisiko besteht in Thailand vor allem in den Grenzgebieten im Nordwesten zu Myanmar (Provinz Tak) und im Südosten zu Kambodscha (Provinz Trat). Des weiteren besteht ebenfalls ein Risiko in den übrigen Gebieten, insbesondere im Hügelland und in Waldgebieten an der internationalen Grenze, als auch in den Touristengebiete im Goldenen Dreieck, der Küsten, Khao Sok National Park und auf einigen Inseln (z.B. Ko Chang und Ko Mak vor Trat). Als malariafrei gelten Bangkok, Chanthaburi, Chiang Mai, Pattaya, Chiang Rai, Phuket und Ko Samui. Vorbeugend sollte rechtzeitig vor der Reise ein Arzt aufgesucht werden, um in einer sorgfältigen Nutzen-Risiko-Analyse die individuell angepasste Malariaprophylaxe für einen Urlaub in einem Malariarisikogebiet festzulegen.
In Thailand besteht eine erhöhte Infektionsgefahr, für diverse Infektionskrankheiten die durch verunreinigte Speisen oder Getränke übertragen werden (z.B. Hepatitis A, Typhus, Bakterienruhr, Amöbenruhr, Lambliasis, Wurmerkrankungen). Daher sollten sorgfältige Nahrungsmittel- und Trinkwasser-Hygienemaßnahmen stets durchgeführt werden. Vor dem Verzehr und Kauf von Lebensmitteln aus billigen Straßenrestaurants und von Märkten wird gewarnt. Nach Deutschland werden rund 80 - 90 % aller Typhus- und Paratyphusfälle aus Reiseregionen mit unzureichendem Hygienestandard importiert. Bei Reisen unter einfachen hygienischen Bedingungen (z.B. Rucksack- und Trekkingreisen) in Regionen mit erhöhtem Typhusvorkommen, ist daher ein Typhus - Impfschutz sinnvoll. Bei Reisen in Länder mit einem erhöhten Hepatitis A-Vorkommen sollte ein Hepatitis A-Impfschutz in Erwägung gezogen werden.
Allgemein besteht ein erhöhtes Tollwut-Risiko, durch die Zunahme von streunenden Hunden insbesondere in Stadtbereichen, wie z.B. in Bangkok. Eine ausreichende medizinische Versorgung nach Bissverletzung ist nicht immer sicher gewährleistet. Bei längeren Aufenthalten wird daher vorsorglich eine Tollwut-Impfung empfohlen. Bei einer Bissverletzung im Land sollte umgehend eine geeignete Versorgungseinrichtung aufgesucht werden, in der wirksame und moderne Impfstoffe verwendet werden und Hyper-Immunglobuline vorhanden sind. Auskünfte können über die deutsche Botschaft im Land erteilt werden.
MalariahinweiseVorkommen
Region Risikogebiete: hohes Risiko in den Grenzgebieten im Nordwesten zu Myanmar (Provinz Tak) und im Südosten zu Kambodscha (Provinz Trat). Des weiteren besteht ein Risiko in den übrigen Gebieten, insbesondere im Hügelland und in Waldgebieten an der internationalen Grenze, als auch in den Touristengebiete im Goldenen Dreieck, der Küsten, Khao Sok National Park und auf einigen Inseln (z.B. Ko Chang und Ko Mak vor Trat)
Kein Malariarisiko: Bangkok, Chanthaburi, Chiang Mai, Pattaya, Chiang Rai, Phuket und Ko SamuiÜbertragungsmonate: ganzjährige Gefährdung. Erhöhtes Risiko während der Regenzeit Mai - Oktober
Malariaart: über 55 % Malaria tropica (P. falciparum), ansonsten Malaria tertiana (P. vivax)
VorbeugungSchutz vor Mückenstichen empfohlen durch langärmelige Kleidung, Sprays, Cremes, Lotionen, Mosquitonetze, etc.
Vorbeugung mit Medikamenten empfohlen (Chemoprophylaxe) in den Grenzgebieten im Nordwesten zu Myanmar (Provinz Tak) und im Südosten zu Kambodscha (Provinz Trat) bei Aufenthalten ab 8 Tagen
Nur Notfallmedikation empfohlen (Standby) in den übrigen Gebieten, insbesondere im Hügelland und in Waldgebieten an der internationalen Grenze, als auch in den Touristengebiete im Goldenen Dreieck, der Küsten, Khao Sok National Park und auf einigen Inseln (z.B. Ko Chang und Ko Mak vor Trat) sowie in den Grenzgebieten im Nordwesten zu Myanmar (Provinz Tak) und im Südosten zu Kambodscha (Provinz Trat) bei Aufenthalten bis einschließlich 7 Tagen
Die vorstehenden Empfehlungen zur Malaria-Vorbeugung orientieren sich an Erfahrungen und Daten aus der Reisemedizin und gelten für den "Regelfall" eines organisiert reisenden Touristen. Der beratende Arzt kann sich im Rahmen einer individuellen Beratung für ein anderes Vorgehen entscheiden, wenn das Malaria-Risiko z.B. durch Reisestil, Aufenthaltsdauer, Region, Saison oder aktuelle Ereignisse deutlich höher oder geringer anzusetzen ist als bei einem typischen Touristikurlaub. Daher ist vor Abreise in ein Malaria-Risikogebiet eine individuelle Beratung beim Arzt unbedingt empfohlen.
ImpfempfehlungenKrankheit Impfschutz Risikogruppen
Diphtherie ja Grundsätzlich sollten alle Personen einen Impfschutz besitzen (Auffrischung alle 10 Jahre).
FSME nein .
Gelbfieber nein .
Hepatitis A ja Alle Reisende in Länder mit erhöhtem Hepatitis-A-Vorkommen.
Hepatitis B Risikogruppen ja Reisende in Gebiete mit erhöhtem Hepatitis B–Vorkommen und bei erhöhtem Infektionsrisiko sowie bei längeren Aufenthalten (> 1 Monat).
Anlässlich einer Reise ist es ratsam, eine Hepatitis B Impfung grundsätzlich in Erwägung zu ziehen. Die Impfung ist für Kinder und Jugendliche in Deutschland routinemäßig empfohlen..
Japanische Enzephalitis Risikogruppen ja Reisende mit längeren Aufenthalten (ab 4 Wochen) in ländlichen Gebieten, in denen die Japanische Enzephalitis vorkommt, v.a. während Regenzeiten mit gehäufter Verbreitung der Überträgermücken.
Kinderlähmung nein .
Meningokokken Meningitis nein .
Tetanus ja Grundsätzlich sollten alle Personen einen Impfschutz besitzen (Auffrischung alle 10 Jahre).
Tollwut Risikogruppen ja Reisende in Gebiete mit erhöhtem Tollwut-Vorkommen (z.B. durch Hunde, Katzen und Waldtiere; Auch Fledermäuse können durch einen Biß Tollwut übertragen !) und/oder erhöhter Infektionsgefahr (z.B. durch Langzeitaufenthalte, Rucksack- und/oder Abenteuerreisen). Kinder gelten als besonders gefährdet. Zu den beruflichen Risikogruppen zählen Tierärzte, Jäger und Forstpersonal.
Typhus Risikogruppen ja Reisen in Länder mit unzureichender Hygiene und Trinkwasserversorgung (z.B. während Rucksack- und Abenteuerreisen)..
ImpfvorschriftenGelbfieber Der Nachweis einer Gelbfieberimpfung ist erforderlich für alle Reisenden (> 1. Lebensjahr), die aus Gelbfieber-Infektionsgebieten (Endemiegebieten) kommen.
Spezielle GesundheitsrisikenKrankheit Anmerkung Schutz
Bilharziose Vorkommen: landesweit im Süßwasser
v.a. in Phitsanulok, Phichit, Surat Thani Vermeidung von Hautkontakt mit Süßwasser (Seen, Tümpel, Flüsse und Bächen)
Borreliose landesweites Vorkommen Schutz vor Zecken durch hautbedeckende Kleidung. Verwendung von insektenabweisenden Mitteln (Cremes, Lotionen, Sprays)
Dengue-Fieber Vorkommen: landesweit Schutz vor Mücken durch hautbedeckende Kleidung. Verwendung von insektenabweisenden Mitteln (Cremes, Lotionen, Sprays), Anti-Mückencoils, Mückennetze, etc.
diverse Darminfektionen Landesweites Vorkommen von Parasiten, Bakterien, Viren (Wurmbefall, Shigellen, Salmonellen, Amöben, Lamblien) Sorgfältige Nahrungsmittel- und Trinkwasserhygiene
Filariose Vorkommen: Grenzgebiete im Westen und Feuchtbiotope an der Südostküste Schutz vor Insekten, v.a. Mücken durch hautbeckende Kleidung. Verwendung von insektenabweisenden Mitteln (Cremes, Lotionen, Sprays), Anti-Mückencoils, Mückennetze, etc.
Fleckfieber Vorkommen: vor allem im Buschland im Norden und Nordosten Schutz vor Kleiderläusen durch kontinuierliche und ordentliche Hygienemaßnahmen (sorgfältige Reinigung und regelmäßiger Wechsel der Wäsche). Impfung nur in seltenen Fällen empfohlen !
Hepatitis B landesweites Vorkommen Impfung. Verwendung von Kondomen und sterilen Spritzen und Nadeln
Japanische Enzephalitis Vorkommen: ländliche und suburbane Gebiete im N > S
Übertragungsmonate: Mai - Oktober Impfung. Schutz vor Mücken durch hautbedeckende Kleidung. Verwendung von insektenabweisenden Mitteln (Cremes, Lotionen, Sprays), Anti-Mückencoils, Mückennetze, etc.
Tollwut landesweites Vorkommen Impfung. Fernhalten von freilaufenden, streunenden Tieren (v.a. Hunden und Katzen)
KlimatabelleMonat 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12
Min. Temp °C 20 22 24 25 25 24 24 24 24 24 22 20
Max. Temp °C 32 32 34 35 34 33 32 32 32 31 31 31
Feuchtigkeit % 72 74 74 74 78 79 79 79 82 82 79 74
Regentage 1 1 3 3 9 10 13 13 15 14 5 1
Bei den monatlich angegebenen Zahlen handelt es sich um Durchschnittswerte die sich aus einem Beobachtungszeitraum heraus errechnet haben. Nachdem die Wetterlage durch vielerlei Einflüsse ständigen Veränderungen unterworfen ist, können die Angaben nicht als absolut betrachtet werden, sondern sollen eine relative Klimaeinschätzung innerhalb der Monate wiedergeben. Das aktuelle Klima in Ihrem Reiseland erfahren Sie im Internet bei verschiedenen Wetterservice Einrichtungen.
Botschaft
Botschaft des Königreichs Thailand
Lepsiusstraße 64-66
12163 Berlin
Tel.: (030) 79 48 10
Fax: (030) 79 48 15 11
Mo-Fr: 9–12.30 und 14–16.30 Uhr
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